Land neu denken

Ideen für eine erfolgreiche Provinz

Urban Future Forum

Kann der ländliche Raum dem Ballungsraum im
Rhein-Main-Gebiet Entlastungspotentiale beim Bevölkerungszuzug bieten?

Ein Diskussionspapier von
Frank Matiaske, Landrat des Odenwaldkreises,
zum politischen Diskurs der Stiftung „Urban Future Forum e.V.“
am 22.11.2019 in Frankfurt

Der Ballungsraum wächst und wächst, Mieten steigen, Immobilien werden immer teurer, Feinstaubbelastung, überfüllte Busse und Bahnen und Verkehrschaos auf den Straßen sind an der Tagesordnung.

Im Gegensatz dazu die Situation des ländlichen Raums, der Bevölkerung verliert, besonders bei den jungen Menschen, und sich in vielen Bereichen abgehängt fühlt. Dies führt, so haben jüngst die Landtagswahlen in den … weiterlesen

Landflucht? Oder doch schon Stadtflucht?

Spiegel-Online berichtet in seinem Artikel „Die Landflucht der jungen Deutschen(zum Artikel vom 24.10.2019 ) über die Binnenmigration der Deutschen. Der Bericht bezieht sich auf eine Studie des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung, die dem SPIEGEL schon „vorab“ vorlag.

Der Autor des SPIEGEL-Berichtes, Florian Diekmann, kommt zu dem Schluss, dass „sich die demografische Ungleichheit in Deutschland durch die Umzugsentscheidungen erheblich verschärft. Dies würde bereits am Wanderungssaldo aller erwachsenen Deutschen gleich welchen Alters deutlich: Unter dem Strich zogen in den sieben betrachteten Jahren 250.000 Deutsche mehr in die Städte als von … weiterlesen

Großer Frankfurter Bogen = 200.000 mal Leerstand auf dem Land

Die Stadt Frankfurt hat riesige Herausforderungen, speziell was den momentanen Zuzug anbelangt, unbestritten.

Der Hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, der auch für den Wohnungsbau verantwortlich ist, hat deshalb die Idee des „Großen Frankfurter Bogens“ ins Spiel gebracht.

In einem Umkreis von 30 Zugminuten rund um den Frankfurter Hauptbahnhof sollen in 54 Städten und Gemeinden entlang der Regional- und S-Bahn-Achsen im engeren Rhein-Main-Gebiet neue Wohnungen und attraktive Neubaugebiete entstehen. Al-Wazir sieht darin ein Potential von bis zu 200.000 Wohnungen. Die Hälfte könnte in den Städten entstehen, die andere außerhalb in … weiterlesen

Leben auf dem Land – TEDxTalk Tuebingen

Leben im Dorf?! Micha Kranixfeld und Felix Worpenberg zogen aus, Kultur auf dem Land zu machen. Von ihren Erfahrungen und speziell dem, was man als „Städter“ vom Landleben erwartet und wie man dann eventuell überrascht wird, erzählen sie beim TEDxTalk in Tuebingen.

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Bund und Land Hessen nehmen ihre Ankündigung „ernst“, Behörden aufs Land zu verlagern

Frankfurt wird Herz des deutschen Autobahnnetzes und Bundesverkehrsminister Scheuer, der Hessische Ministerpräsident Bouffier sowie Hessens Verkehrsminister Al-Wazir freuen sich darüber, so berichtet heute die Hessenschau.

https://www.hessenschau.de/wirtschaft/bundesverkehrszentrale-nach-hessen-frankfurt-wird-herz-des-deutschen-autobahnnetzes,uebergabe-verkehrszentrale-100.html

Interessant! Wie allerdings passt dies zur vollmundigen Ankündigung von Bundesregierung und Hessischer Landesregierung, Bundes- und Landeseinrichtungen in den ländlichen Raum bringen zu wollen?

Die Bundesverkehrszentrale Deutschland der Autobahn GmbH, der Autobahngesellschaft des Bundes, wird im House of Mobility and Logistics (HOLM) in Frankfurt sitzen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) übergab dort am heutigen Donnerstag am Rande der Verkehrsministerkonferenz des Bundes und der Länder symbolisch ein … weiterlesen

Impulsvortrag beim Diskussionsforum Raumentwicklung in Berlin

„Entlastungspotential eines Landkreises im ländlichen Raum – das Beispiel des Odenwaldkreises“ ist der Titel meines Impulsvortrages beim nächsten Diskussionsforum Raumentwicklung in Berlin.

Dieses findet unter dem Thema

„Wachstumschancen – Wachstumsschmerzen – Wachstumsgrenzen: Herausforderungen und Antworten der Raumentwicklung und Raumordnung“

am
26. September 2019 von 09:30-16:15 Uhr
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
in Berlin (Straße des 17. Juni 112, 10623 Berlin)
statt.

Zu diesem spannenden Titel wird es ein facettenreiches Programm geben. Es erwarten Sie Impulsvorträge und Diskussionsrunden zum Thema Boom-Regionen in Deutschlands Metropolen und ländlichen Räumen unter dem Aspekt … weiterlesen

Das Dilemma der Zweifamilienhäuser der frühen siebziger Jahre

Die Kinder der Kriegsjahre 1939 bis 1945 und die folgende Nachkriegsgeneration sind die Eltern der geburtenstarken Jahrgänge der 1960er Jahre. Nach Familiengründung stand der Bau eines Eigenheimes auf dem Plan. Im wirtschaftserstarkten Deutschland war Neues angesagt, in den Ortskernen wurde oft alte und historische Bausubstanz niedergelegt.

In vielen kleinen Städten und Dörfern des Odenwaldkreises entstanden damals zahlreiche Baugebiete an den Ortsrändern. Wohnen im Grünen mit großen Grundstücken war im Trend der Zeit und neben der angestammten Bevölkerung gab es damals viele Menschen aus den Städten, die, von den günstigen Baulandpreisen … weiterlesen

Konferenz „Landräume“: Mein Impulsvortrag

Foto: Kristof Lemp, Darmstadt

Vor 5 Jahren hatte die Journalistin Antonia Baum mit ihrem Artikel in der FAZ, über die „Odenwaldhölle“ einen Aufschrei der Empörung ausgelöst. Sie berichtet von der Tristesse zwischen Leerstand und eternitverschindelten Häusern.

Dem Aufschrei folgte ein „Aufbegehren“, gerade von jungen Menschen: tolle Events, coole Aufkleber, flotte Klamotten, alle mit einem positiven Bezug auf die „Odenwaldhölle“. Landfrust auf der einen Seite und ganz starke Landlust auf der anderen.

Damals war ich Bürgermeister der Stadt Breuberg im Odenwald und Teilnehmer eines Projektes zur Stadtentwicklung. Natürlich war der Artikel … weiterlesen

Konferenz Landräume in Michelstadt

Ob eine Siedlung moderner, völlig unterschiedlich konzipierter Häuser am Edersee in Nordhessen, ob eine am Typus Bauernhaus orientierte, aber neuartige Architektur im österreichischen Bregenzer Wald oder ein beherzter Umgang mit leerstehenden Gebäuden in Thüringen: Die Vielfalt von Baukultur im ländlichen Raum ist eindrucksvoll. Vor Augen geführt hat sie die Tagung „Landräume“ gestern Nachmittag in Michelstadt, zu der der Odenwaldkreis gemeinsam mit dem Deutschen Architekturmuseum Frankfurt, dem Bund Deutscher Architekten Hessen und der Stadt Michelstadt eingeladen hatte.

„Diese drei Beispiele zeigen, dass es gelingen kann, in ländlichen Räumen architektonisch anspruchsvoll zu … weiterlesen

Was wurde aus der Odenwaldhölle?

Vor 5 Jahren hatte die Journalistin Antonia Baum mit ihrem Artikel in der FAZ über die „Odenwaldhölle“ einen Aufschrei der Empörung ausgelöst. Sie berichtet aus ihrer Jugendzeit, von der, aus ihrer Sicht, Tristesse zwischen Leerstand und eternitverschindelten Häusern.

Dem Aufschrei folgte ein „Aufbegehren“, gerade von jungen Menschen: tolle Events, coole Aufkleber, flotte Klamotten, alle mit einem positiven Bezug auf die „Odenwaldhölle“. Landfrust auf der einen Seite und ganz starke Landlust auf der anderen.

Damals war ich Bürgermeister der Stadt Breuberg im Odenwald (7.500 Einwohner) und Teilnehmer eines Projektes zur Stadtentwicklung. … weiterlesen

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